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Prävention & Gesundheitsförderung

Die oberste Zielsetzung der Gesundheitsregionplus ist es, den Gesundheitszustand der Bevölkerung, gerade auch im Hinblick auf die gesundheitliche Chancengleichheit, zu verbessern und die gesundheitsbezogene Lebensqualität zu erhöhen.

Als ein fachlich kompetentes Netzwerk regionaler Akteure des Gesundheitswesens bemüht sich die Gesundheitsregionplus um die Optimierung der regionalen Gesundheitsvorsorge und -versorgung im Landkreis Fürth.

Bestehend aus einem Gesundheitsforum mit Management- und Steuerungsaufgaben, der Geschäftsstelle zur Koordinierung der Gesundheitsregionplus und den Arbeitsgruppen für die inhaltliche Gestaltung in den Handlungsfeldern Gesundheitsförderung und Prävention, Pflege sowie der Gesundheitsversorgung widmen.

Außerdem widmet sich die Gesundheitsregionplus weiteren Handlungsfelder auf Grundlage regionaler Besonderheiten und dem Jahresschwerpunktthema der Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Zu diesem Zweck wurden die Arbeitsgemeinschaften „Gesund Aufwachsen“, „Erwachsenengesundheit/ Gesundheit und Arbeitswelt“ sowie „Gesund im Alter & lebenswertes Lebensende“, bestehend aus regionalen Fachakteuren, gegründet.

Die Arbeitsgemeinschaften dienen der stärkeren Vernetzung und erarbeiten gemeinsam Handlungsansätze anhand ermittelter Bedarfe, die in Projekten umgesetzt werden sollen.

Projekte

Generationen Bewegen

Auch 2026 bewegen wir wieder die Menschen im Landkreis. Am 13.04.2026 geht es an 13 Standorten los!

Zum Flyer

Im Rahmen des Schwerpunktthemas " Licht an- damit Einsamkeit nicht krank macht" des Staatministerium für Gesundheit und Pflege findet im Landkreis Fürth die Aktion "Ratschbänkla" zum Thema Einsamkeit statt. 

Mit verschiedenen Aktionen will der Landkreis Fürth das Thema in den Fokus rücken und zeigen, wie man sie gemeinsam überwinden kann. Einsamkeit ist ein Gefühl, das jeden treffen kann – unabhängig vom Alter. Es ist nicht dasselbe wie Alleinsein oder soziale Isolation, sondern das Empfinden, zu wenig tiefe soziale Beziehungen zu haben. Einsamkeit kann schmerzhaft sein, traurig und sogar krank machen.In den letzten Jahren haben sich immer mehr Menschen einsam gefühlt. Die Corona-Pandemie hat die Situation noch verschärft. Studien haben gezeigt, dass chronische Einsamkeit das Risiko für körperliche und psychische Krankheiten erhöht, ebenso wie für einen ungesunden Lebensstil und eine höhere Sterblichkeit.

Unkomplizierte Kontakte knüpfen

Um wieder in Kontakt zu kommen, hat der Landkreis die Aktion „Ratschbänkla“ ins Leben gerufen. Die Ratschbänkla sind ausgewählte Bänke im Landkreis, die zum Plausch mit anderen Menschen anregen sollen. Die Idee ist, sich mal wieder mit Jemandem zu verabreden, den man lange nicht gesehen hat, oder einfach ein nettes Gespräch mit einem Fremden zu führen. Das tut nicht nur der Seele gut, sondern fördert auch die Gesundheit.

Ein Ratschbänkla steht bereits vor dem Landratsamt in Zirndorf und wurde von Landrat Matthias Dießl eingeweiht: „Persönlicher Kontakt ist wichtig, das haben wir deutlich gemerkt”, betonte der Landrat.

Die Aktion solle einen Anstoß geben, sich hier in der Mittagspause mit Kolleginnen oder Kollegen zu treffen, sich zu einem Spaziergang zu verabreden oder auch unabhängig von dem Ratschbänkla bei einer der vielen Veranstaltungen im Landkreis wieder alte Bekannte zu treffen. „Mein persönlicher Tipp sind natürlich die vielen Kärwas, die jetzt überall stattfinden“, so Matthias Dießl.

  • Zirndorf: Im Pinderpark 2/4, Parkanlage vor dem Landratsamt, 90513 Zirndorf
  • Cadolzburg: Pfalzhausweg Ecke Rennweg, Mehrgenerationengarten neben Spielplatz, 90556 Cadolzburg
  • Oberasbach: Am Rathaus 6, Platz vor dem Treffpunkt “Alte Post”, 90552 Oberasbach
  • Wilhermsdorf: Schloßgartenstr. 5, neben der Seniorenwohngemeinschaft, 91452 Wilhermsdorf
  • Langenzenn: wechselnder Standort
  • Stein: Mecklenburger Platz, 90547 Stein
  • Großhabersdorf: Bachstraße Ecke Nürnberger Straße, Stadtpark (gegenüber Bäckerei Streicher), 90613 Großhabersdorf 

Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention: www.stmgp.bayern.de/vorsorge/einsamkeit/

After work - Vorbereitung ist die halbe Rente!

Der Ruhestand ist für viele Menschen eine spannende und zugleich herausfordernde Zeit. Endlich hat man mehr Zeit für sich, für Hobbys, Familie oder Reisen. Doch wie gestalten Rentnerinnen und Rentner den Alltag ohne die gewohnte Struktur und Routine? Wie gehen sie mit den finanziellen, gesundheitlichen und psychischen Veränderungen um? Und wie finden sie neue Ziele und Sinn im Leben?

Um die Vorbereitung auf den Ruhestand zu erleichtern, lädt der Landkreis Fürth zu einem Informationsabend ein. Unter dem Motto „After work - Vorbereitung ist die halbe Rente!“ soll ein Überblick gegeben werden, wie man sich bestmöglich auf diese neue Lebensphase einstellen kann.

Nach der Begrüßung durch Landrat Obst und Bürgermeisterin Huber werden verschiedene Fachvorträge zu den Themen mentale, finanzielle und gesundheitliche Vorbereitung auf den Ruhestand angeboten. An Informationsständen können die Gäste individuelle Fragen stellen, sich informieren und für vertiefende Folgeangebote anmelden.

Nächster Termin erstes Halbjahr 2026.

Mit steigenden Temperaturen rückt auch der bundesweite Hitzeaktionstag am 4. Juni 2025 näher. Ziel des Aktionstages ist es, das Bewusstsein für die gesundheitlichen Risiken extremer Hitze zu schärfen und effektive Schutzmaßnahmen zu kommunizieren. Dieses Jahr steht der UV- Index im Mittelpunkt. Hierfür werden an verschiedenen Aktionsorten im Landkreis UV- Indextafeln, die von der AOK Bayern zur Verfügung gestellt wurden, installiert. 

Der sogenannte UV- Index zeigt, ob Sie ihre Haut besonders schützen sollten. Auf der Tafel finden Sie Verhaltenstipps sowie einen Link zum Abruf des tagesaktuellen UV- Index. Die Tafeln helfen, gesund durch die heißen Tage zu kommen- vor allem für ältere Menschen, Kinder und alle, die viel draußen sind. 

  • Cadolzburg: am Ratschbänkla im Mehrgenerationengarten, Pfalzhausweg/Ecke Rennweg in Egersdorf
  • Großhabersdorf: am Kneippbecken/ Wiese Naturbad, Rotheburger Str. 43
  • Langenzenn: Biergarten in der Zennoase, Alte Zennstr. 18 (nach Abschluss der Renovierung des Biergartens)
  • Oberasbach: Im Vorraum Treffpunkt "Alte Post", Am Rathausplatz 6
  • Stein: am Ratschbänkla, Mecklenbuerger Platz
  • Wilhermsdorf: am Ratschbänkla neben Seniorenwohngemeinschaft, Schlossgartenstr. 5
  • Zirndorf: am Ratschbänkla im Park vor dem Landratsamt, Im Pinderpark 2/4

Es begann mit einer Beobachtung, die viele Lehrkräfte teilen: Immer häufiger herrscht im Unterricht Unruhe, Kinder wirken abgelenkt, Konzentration fällt schwer. Besonders im Übergang auf weiterführende Schulen zeigen sich bei Schülerinnen und Schülern zudem vermehrt Ängste und innere Anspannung. Vor diesem Hintergrund entstand im Landkreis Fürth die Idee, gezielt präventive Maßnahmen zur Stärkung der psychischen Gesundheit an Grundschulen anzubieten.

Gemeinsam mit der GesundheitsregionPlus entwickelte Kinder- und Jugendcoachin sowie Yogalehrerin Elke Hafner, selbst Lehrerin an der Mittelschule Langenzenn, das Projekt „Gelassene Schule“. Von Oktober 2024 bis April 2025 wurde es erstmals an der Grundschule 1 in Zirndorf erprobt – mit tatkräftiger Unterstützung der Schulleitung sowie einer Finanzierung durch den Verein 1.2.3. e.V. und die Techniker Krankenkasse.

Achtsamkeit im Schullalltag. 

Das Herzstück des Projekts bildet eine dreiteilige Multiplikatorenschulung für Lehrkräfte der dritten und vierten Klassen. Ergänzt wurde das Angebot durch einen Elternabend. Vermittelt wurden leicht umsetzbare Übungen zur bewussten Atmung, Entspannungstechniken und Methoden zur mentalen Fokussierung. Ziel ist es, Kindern einfache Werkzeuge an die Hand zu geben, um in einer zunehmend hektischen Welt zur Ruhe zu finden – „eine Fähigkeit, die nicht nur im Klassenzimmer von Nutzen ist”, wie Alexander Steinhart von der Techniker Krankenkasse betonte.

Auszeichnung und Symbolwirkung

Als sichtbares Zeichen für die Teilnahme erhielt die Schule nun aus den Händen von Landrat Bernd Obst das Schild „Gelassene Schule“ sowie ein Übungs-Set mit anschaulichen Karten, das im Unterricht dauerhaft eingesetzt werden kann. Lehrkräfte und Schulleitung zeigten sich begeistert vom Ansatz und seiner Wirkung auf das Lernklima. Der Landrat dankte allen, die an diesem Projekt mitgewirkt haben.

Wissenschaftliche Begleitung und Zukunftspläne

Die SRH-Hochschule in Fürth begleitete das Projekt wissenschaftlich und evaluiert seine Wirkung. Die gewonnenen Erkenntnisse dienten als Grundlage für Gespräche mit den Förderpartnern, um die Finanzierung einer Ausweitung auf weitere Schulen im Landkreis sicherzustellen. Auf Grund der guten Ressonanz konnten erneut die Techniker Krankenkasse und der Verein 1.2.3.e.V. als Förderpartner gewonnen werden. In den Schuljahren 2025/26- 2017/28 werden weitere 11 Grundschulen im Landkreis an dem Projekt teilnehmen können. 

Mental stark für Schule und Leben

Die Rektorin der Grundschule in der Mühlstraße, Sabine Sander, ist überzeugt: Gelassenheit und innere Stärke sind Schlüsselkompetenzen, die Kindern nicht nur im Schulalltag, sondern im gesamten Leben weiterhelfen. „Dass das Projekt im Landkreis Fürth auf so viel Engagement und Offenheit gestoßen ist, macht Hoffnung – und zeigt, wie moderne Schul-entwicklung heute aussehen kann”, betonten Ute Eberlein und Thomas Rohlederer vom Verein 1-2-3 e.V.