Fachstellen für pflegende Angehörige
Informationen und Hilfsangebote für pflegende Angehörige
Ein besonders wichtiger Ansprechpartner sind die Fachstellen für pflegende Angehörige. Diese bieten vielfältige Beratung und Unterstützung Rund um das Thema „Pflege“. Sie helfen bspw. bei der Beantragung von Leistungen oder beim Finden eines Pflegedienstes, um so eine Überlastung der pflegenden Angehörigen zu verhindern.
Ansprechpartner
Psychologische Online-Beratung
für pflegende Angehörige
Das Projekt der Catania gGmbH, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, bietet eine internetbasierte Online-Beratung für pflegende Angehörige, aber auch Freunde, Nachbarn, Bekannte, die ältere Menschen pflegen. Das Modellprojekt kann keine notwendige medizinische Behandlung und keine Psychotherapie ersetzen!
Seit 1. April 2014 ermöglichen die Barmer GEK Pflegekasse, die TK-Pflegeversicherung und die DAK-Gesundheits-Pflegekasse allen gesetzlich versicherten pflegenden Angehörigen die Nutzung dieser persönlichen Online-Beratung. Neben der Beratung bietet pflegen-und-leben.de vielfältige Informationen rund um das Thema seelische Belastungen in der häuslichen Pflege. Die Beratung ist lt. eigenen Angeben anonym, kostenfrei und datensicher.
Service-Telefon
für Pflegende und Gepflegte
Um berufstätigen Frauen und Männern die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu erleichtern, trat am 01. Januar 2012 die Familienpflegezeit in Kraft. Entsteht Bedarf an Pflege, ist die Unsicherheit oft groß: Wie wird die Pflege organisiert? Welche Einrichtungen oder Dienste gibt es? Welche Kosten entstehen? Diese Fragen beantwortet (auch) das neue Service-Telefon "Wege zur Pflege" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Das Service-Telefon "Wege zur Pflege" ist montags bis donnerstags von 09:00 bis 18:00 Uhr unter 030 20179131 zu erreichen. Kosten: 3,9 Cent/Minute aus dem Festnetz, maximal 42 Cent aus den Mobilfunknetzen. E-Mail-Adresse: info@wege-zur-pflege.de Homepage: Wege zur Pflege
Pflegepass
Bei dem sogenannten Pflegepass handelt es sich um eine kleine Papierkarte, auf der notiert ist, dass eine pflegebedürftige Person betreut wird und wer im Notfall informiert werden soll. Aufbewahrt werden kann dieser z.B. gut in einem Geldbeutel, am besten mit einem Stück Klebeband oder einer Büroklammer an den Personalausweis und die Krankenversicherungskarte geheftet. Ersthelfer und Notfallkräfte werden so schnell darauf aufmerksam.
Tipps zum Ausfüllen des Pflegepasses:
Suchen Sie eine Person im Freundes- oder Bekanntenkreis aus, die telefonisch sehr gut zu erreichen ist. Bitten Sie sie um Erlaubnis, ihren Namen und ihre Telefonnummer auf dem Pflegepass anzugeben. Stimmen Sie sich mit dieser Kontaktperson eng ab. Im Besten Fall ist es jemand, der sich zutraut, die Pflege kurzzeitig zu übernehmen. Es kann aber auch jemand sein, der im Notfall Hilfe organisiert, etwa einen ambulanten Pflegedienst informiert, die Betreuungsstelle des Landkreises oder den Kliniksozialdienst. Idealerweise sollte auch eine zweite Person Bescheid wissen, was im Notfall zu tun ist.
Legen Sie eine kleine Liste an, die den Pflege-Alltag zusammenfasst: Wann wird gefrühstückt? Welche Medikamente müssen wann gegeben werden? Wie lautet die Telefonnummer des ambulanten Pflegedienstes und wo liegen wichtige Dokumente?
Die Pflegepässe sind kostenlos und können im Landratsamt Fürth in den Dienststellen Fürth und Zirndorf sowie über die Seniorenvertretungen, die Fachstellen für pflegende Angehörige oder die Quartiere im Landkreis Fürth abgeholt werden.