Tuberkuloseberatung & -ermittlung
In den meisten Fällen ist die Lunge betroffen. Häufig beginnt die Erkrankung mit Symptomen wie Müdigkeit, Fieber oder allgemeiner Abgeschlagenheit. Weitere typische Symptome sind länger bestehender Husten, teilweise auch mit blutigem Auswurf oder Schmerzen beim Atmen.
Neben der Lunge können in seltenen Fällen auch andere Organe wie beispielsweise Lymphknoten, Rippenfell, Nieren oder Harnwege betroffen sein.
Rechtzeitig erkannt und behandelt heilt Tuberkulose normalerweise ohne Folgen aus.
Um Erkrankungen möglichst zeitnah zu erkennen und eine Ausbreitung zu verhindern, führt das Gesundheitsamt Untersuchungen von Risikopersonen (z.B. Migranten, Obdachlose, Kontaktpersonen) durch.
Der häufigste Erreger der menschlichen Tuberkulose ist das Bakterium Mycobacterium tuberculosis. Dieses Bakterium wird hauptsächlich von Mensch zu Mensch über die Luft übertragen, also durch die sogenannte Tröpfcheninfektion. Damit es zu einer Ansteckung kommt, ist ein direkter, intensiver und wiederholter Kontaktes mit dem Erkrankten notwendig.
Je mehr Mykobakterien der Erkrankte ausscheidet und je geschwächter das Immunsystem des Empfängers ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Ansteckung erfolgt.
In 90 bis 95% der Fälle geht eine Ansteckung nicht in Krankheit über, da die in den Körper eingedrungenen Erreger durch Abwehrzellen "verkapselt" und vom Immunsystem in Schach gehalten werden.
30% der Weltbevölkerung sollen infiziert sein. Von diesen erkranken nur 5 bis 10% im Laufe ihres Lebens an Tuberkulose und zwar dann, wenn das Immunsystem geschwächt ist (z. B. durch HIV-Infektion, Drogenabhängigkeit, Alkoholmissbrauch, Obdachlosigkeit, Behandlung mit immunsuppressiven Medikamenten). Zwischen Ansteckung und Erkrankung können also auch Jahre vergehen.
Ein Merkblatt für Tuberkulosekontaktpersonen finden Sie hier.
Tuberkulose wird vor allem mit Medikamenten behandelt. Dafür ist die Einnahme von mehreren Medikamenten (Antibiotika) nötig, im Normalfall 6 Monate lang.
Wichtig ist, dass die Mittel konsequent, regelmäßig, vollzählig und für die vorgesehene Dauer eingenommen werden um Resistenzen (Unempfindlichkeit der Bakterien gegen Antibiotika) zu vermeiden.
Eine stationäre Therapie ist zu Beginn der Erkrankung empfehlenswert; sobald keine Ansteckungsfähigkeit vorliegt, kann die Behandlung ambulant, also außerhalb eines Klinikums fortgesetzt werden.
An Tuberkulose erkrankte Personen werden isoliert (z.B. im Krankenhaus), um eine weitere Verbreitung der Tuberkulose zu verhindern. Außerdem startet die Behandlung mit einer Kombination aus verschiedenen Medikamenten. Es ist wichtig, dass Sie diese Mittel konsequent, regelmäßig, vollzählig und für die vorgesehene Dauer einnehmen.
Das Gesundheitsamt führt sogenannte Umgebungsuntersuchungen durch, um Kontaktpersonen zu erkrankten Personen ermitteln und anschließend untersuchen zu können. Dadurch soll die Ausbreitung der Erkrankung verhindert werden.
Frau N. Drechsler
Sachbearbeiter /-in
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Frau A. Rosenmüller
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