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Anerkennung und Respekt für neue Staatsbürger: Landkreis Fürth feiert erfolgreiche Integration im Schloss Stein mit Innenminister Herrmann

05.11.2025  |  Landkreis Fuerth

Im Landkreis Fürth wurden im zurückliegenden Jahr 137 Personen eingebürgert. Bei einer Feier im Schloss Stein würdigte Landrat Bernd Obst den bedeutenden Schritt der Neubürgerinnen und Neubürger und ermutigte sie, künftig aktiv Verantwortung für die demokratische Gemeinschaft zu übernehmen. Als Festredner sprach der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann.

Die neuen Staatsbürger stammen aus 42 Ländern. Die größte Herkunftsgruppe ist dabei die Türkei, gefolgt von der Ukraine. Viele weitere Personen stammen aus EU-Mitgliedstaaten sowie aus unterschiedlichen Drittstaaten. Zwei der neu Eingebürgerten arbeiten im Landratsamt Fürth, was der Landrat als sichtbare Erfolgsgeschichten hervorhob, die er aus der Nähe kenne.

Auf Landesebene zeigt sich eine hohe Dynamik: In ganz Bayern wurden im Jahr 2024 laut Innenministerium über 50.000 Einbürgerungen vollzogen – ein historischer Höchstwert. Innenminister Joachim Herrmann betonte, dass dieser Rekord ein Beleg für erfolgreiche Integration und wirtschaftliche Attraktivität des Freistaats sei.  

Gleichzeitig wies er darauf hin, dass Bayern nach aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sowohl bei der allgemeinen Arbeitslosenquote als auch bei der Quote unter ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern bundesweit am besten abschneide.

Besonders hob der Minister die hohe Lebensqualität im Landkreis Fürth hervor. "Ganz besonders freut es mich, dass Sie Ihre Heimat im Landkreis Fürth gefunden haben. Als Mittelfranke kann ich Ihnen versichern: Hier lässt es sich gut leben!" Der Landkreis Fürth sei getreu seines Mottos 'LeistungsFähig. LebensFroh.' der 'Wohlfühl-Landkreis' der Metropolregion Nürnberg.

Landrat Bernd Obst unterstrich die gut aufgestellte Integrationsarbeit im Landkreis: 150 ehrenamtlich Engagierte begleiten zugewanderte Menschen bei alltäglichen Anliegen und rund 90 Sprachmittlerinnen und Sprachmittler unterstützen in Behörden, Schulen und Familien. Auch unter den Neueingebürgerten befanden sich bereits Sprachhelferinnen und Sprachhelfer.  
Das Integrationskonzept des Landkreises Fürth bildet die Grundlage gemeinsamer Maßnahmen mit den Kommunen. Diese Zahlen zeigten, so Obst, „wie breit die Schultern im Landkreis Fürth sind, auf denen Integration getragen wird“. Die Unterstützung durch den Freistaat – insbesondere bei den Integrationslotsinnen und -lotsen – spiele dabei eine Schlüsselrolle für gelingende Teilhabe.

Die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sind bereits bei der kommenden Kommunalwahl am 8. März 2026 erstmals wahlberechtigt und können bei entsprechender Wohnsitzdauer selbst kandidieren. „Ihre Stimmen und Ihr Engagement stärken unsere Gemeinden und unsere demokratischen Entscheidungsprozesse“, erklärte Obst.

Innenminister Herrmann würdigte die Entscheidung zur Einbürgerung als „ein klares Zeichen der Zugehörigkeit und des Ankommens in einer neuen Heimat“ und erinnerte daran, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit sei. Die Beteiligung der Neubürgerinnen und Neubürger sei ein wichtiges Signal für gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Ein besonderer Teil des Abends war die musikalische Umrahmung durch Frau Ani Raumer-Hakobyan, die selbst vor zwei Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft im Landkreis erhalten hat und den Abend am Klavier begleitete. Der Landrat bedankte sich herzlich für die musikalische Gestaltung, die der Feier eine festliche und persönliche Note verlieh. 

Landrat Obst abschließend: „Mit ihrer Entscheidung bereichern Sie den Landkreis Fürth und unsere Gesellschaft insgesamt. Wir freuen uns, dass Sie jetzt fest dazugehören.“

Nach dem offiziellen Teil nutzten viele Gäste die Möglichkeit, sich mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Ehrenamt und Verwaltung auszutauschen. Der festliche Rahmen des Schlosses schuf dabei eine besondere Atmosphäre der Wertschätzung. 

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