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Die kommenden Tiefbauprojekte

21.10.2024  |  Landkreis Fuerth

Das mittelfristige Straßen- und Radwegebauprogramm des Landkreises Fürth wird fortgeführt und konzentriert sich ab 2025 verstärkt auf die Instandhaltung bestehender Verkehrswege.

Angesichts gestiegener Baukosten und personeller Engpässe müssen neue Bauprojekte zurückgestellt werden. Der Landkreis setzt den Fokus auf substanzerhaltende Maßnahmen und priorisiert dringend notwendige Sanierungen.

Straffung des Bauprogramms notwendig

In den letzten Jahren ist das Bauprogramm des Landkreises stetig gewachsen. Mit dem Ausbau der Straßen- und Radwege wuchsen auch die Anforderungen an Planung, Baubetreuung und Grundstücksankäufe. Kapazitätsengpässe in der Verwaltung führten immer wieder zu Verzögerungen bei den Projekten. Gleichzeitig stieg die finanzielle Belastung durch gestiegene Baukosten und zahlreiche hinzukommende Hochbaumaßnahmen des Landkreises, wie dem Anbau des Landratsamts und Schulneubauten. Um den Landkreishaushalt zu entlasten, wird sich das Bauprogramm in den kommenden Jahren stärker an den verfügbaren Ressourcen orientieren. Für 2025 und 2026 sind daher nur noch realisierbare Projekte eingeplant, während künftige Vorhaben ohne festen Ausführungszeitraum auf einer „Zukunftsliste“ stehen.

Schwerpunkt auf Erhaltungsmaßnahmen

Das Straßenbauprogramm 2025 sieht keine größeren Neubauprojekte vor. Stattdessen wird auf den Erhalt der bestehenden Infrastruktur gesetzt. So soll unter anderem der straßenbegleitende Geh- und Radweg entlang der FÜ 17 zwischen Veitsbronn und Obermichelbach grundlegend saniert werden. Der 2,2 Kilometer lange Weg ist in die Jahre gekommen und weist erhebliche Schäden auf. Für die Sanierung werden rund 160.000 Euro veranschlagt. Parallel dazu wird der Fahrbahnbelag der FÜ 17 auf derselben Strecke erneuert. Der Zustand der Straße wurde in einer Befahrung als dringlich eingestuft. Die Kosten für die Instandsetzung belaufen sich auf rund 670.000 Euro. Durch die räumliche Nähe und die Synergien bei der Durchführung sollen beide Maßnahmen in einem Gesamtprojekt zusammengefasst werden, das insgesamt etwa 830.000 Euro kosten wird.

Verbesserungen für den Radverkehr 

Auch die Radverkehrsführung in Veitsbronn wird 2025 optimiert. Am Knotenpunkt Weihergasse / Obermichelbacher Straße wurde im Rahmen des Radwegekonzepts des Landkreises eine verbesserte Verkehrsführung für Radfahrer erarbeitet. Ziel ist es, den Radverkehr klarer zu leiten und sicherer zu machen, ohne die Erschließung privater Anlieger oder die Befahrbarkeit für Busse zu beeinträchtigen. Die Kosten für diese Maßnahme werden auf rund 50.000 Euro geschätzt.

Übergabe der Kreisstraßen an die Stadt Zirndorf

Ein bedeutender Wechsel steht bei den Ortsdurchfahrten der Kreisstraße in Zirndorf bevor. Weil die Stadt inzwischen eine gewisse Einwohnerzahl von 25.000 überschritten hat, gehen die Ortsdurchfahrten der Kreisstraßen im Zirndorf Stadtgebiet kraft Gesetz ab dem 1. Januar 2025 in die Baulast der Stadt Zirndorf über. Die Stadt wird somit künftig alleiniger Maßnahmenträger und für den Ausbau verantwortlich sein. Dies betrifft somit auch die bisher vom Landkreis geplante Baumaßnahme „Ausbau der FÜ 14 durch Anwanden“. Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, hat das staatliche Bauamt (StBAN) ein Ingenieurbüro mit der Planung beauftragt. Diese überarbeitete Planung soll ebenfalls zum Jahreswechsel an die Stadt übergeben werden. Auch der Grunderwerb, der für die Durchführung der Maßnahme notwendig ist, fällt ab diesem Zeitpunkt in den Verantwortungsbereich der Stadt Zirndorf. Damit wird die Ortsdurchfahrt Anwanden nicht mehr Teil des Bauprogramms des Landkreises Fürth sein, was dem Landkreis finanziellen Spielraum für andere Projekte eröffnet.

Zukunft der Ortsdurchfahrt Banderbach (Ausbau Gehweg zum Geh- und Radweg)

Ähnlich gestaltet sich die Situation in Banderbach. Die vorbereitenden Gespräche zum Baulastenwechsel zwischen dem Landkreis und der Stadt wurden bereits angestoßen. Zukünftig wird die Stadt das Projekt weiterverfolgen und den Fortgang des Ausbaus des Geh- und Radweges in dieser Ortsdurchfahrt verantworten.

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