Digitalisierung im Landkreis: Austausch bei Siemens in Veitsbronn
04.11.2025 | Landkreis Fuerth
Den Auftakt machte Siemens-Werksleiter Lars Hofmann mit einer beeindruckenden Schilderung der digitalen Transformation vor Ort. Das Werk in Veitsbronn wurde in nur zehn Monaten umgebaut. Dies wurde ermöglicht durch den sogenannten digitalen Zwilling, mit dessen Hilfe Produktionsabläufe und Prozesse virtuell vorausgeplant worden waren. „So lässt sich auch in Deutschland schnell und effizient bauen, wenn alle Beteiligten gut zusammenarbeiten“, betonte Hofmann. Die Zusammenarbeit zwischen Siemens, dem Landratsamt und der Gemeinde Veitsbronn sei hierbei entscheidend gewesen.
Digitalisierung als Motor effizienter Strukturen
Landrat Bernd Obst hob in seiner Begrüßung hervor, wie wichtig digitale Lösungen längst auch im öffentlichen Sektor sind. Über 150 digitale Angebote stehen den Bürgerinnen und Bürgern inzwischen über das Landratsamt Fürth zur Verfügung. „Von der Behörde bis zum Weltkonzern: Digitalisierung schafft effiziente Abläufe, spart Ressourcen und stärkt die Innovationskraft“, erklärte Obst. Veitsbronns Bürgermeister Marco Kistner ergänzte, dass der Standort Siemens eine Bereicherung für die Gemeinde sei und die Zusammenarbeit auch zukünftig vertieft werden solle.
Podiumsdiskussion: Von Landwirtschaft bis Lokalkredit
In der anschließenden Panelrunde diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichsten Branchen, darunter Sparkasse Fürth, Parketto Bodenhaus GmbH, ROSAKuh und Siemens, über die Herausforderungen und Chancen der digitalen Zukunft. Moderiert von Johanna Wille vom Gründerzentrum ZOLLHOF wurde deutlich: Digitalisierung ist kein Selbstläufer, aber ein wesentlicher Faktor für Wettbewerbsfähigkeit und Entlastung im Alltag. Sparkassen-Vorstand Kai Tusak schilderte den Wandel durch Online-Banking und betonte den Erfolgsfaktor App-Nutzung. Michael Bauer von ROSAKuh berichtete, wie digitale Systeme in der Landwirtschaft Arbeitsabläufe optimieren und Tierwohl verbessern können.
Ob bei der Umsetzung neuer Softwarelösungen oder in der Einführung digitaler Dokumente: Mut und Offenheit seien entscheidend, so der Tenor der Runde. „Man darf Digitalisierung nicht als Zukunftsmusik begreifen, sie findet längst statt“, sagte Hofmann. Erfahrungsaustausch in Formaten wie diesem helfe dabei, voneinander zu lernen und mutige Lösungen voranzubringen.
Netzwerken mit Foto-Aktion
Beim anschließenden Austausch sorgte eine besondere Aktion für zusätzliche Dynamik: Jede Person zog ein zufällig ausgewähltes Porträt einer anderen und suchte sie anschließend für ein Gespräch. Ein kreativer Ansatz, der gut angenommen wurde und viele neue Kontakte entstehen ließ. Den Abschluss des Abends bildete eine exklusive Werksführung, bei der die Gastgeber einen Blick hinter die Kulissen ihres Standorts gewährten.
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