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Herzseminar im Landratsamt: Verengte Herzgefäße im Fokus

21.11.2025  |  Landkreis Fuerth

Im Foyer des Zirndorfer Landratsamts kamen zahlreiche Gäste zusammen, um sich im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung über ein Thema zu informieren, das viele Menschen betrifft: verengte Herzkranzgefäße und deren oft unterschätzte Folgen. Gastgeber war der Landkreis Fürth, Schirmherr Landrat Bernd Obst. Die jährliche Veranstaltung wird immer sehr gut angenommen.

Bereits zu Beginn machte der Landrat deutlich, warum das Thema auf so großes Interesse stößt: „Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen weiterhin zu den häufigsten Ursachen schwerer gesundheitlicher Einschnitte. Aufklärung und Prävention sind deshalb ein zentrales Anliegen für unseren Landkreis“, erklärte er. Die Herzwochen der Deutschen Herzstiftung böten eine wichtige Möglichkeit, aktuelle Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

„Tückische Krankheit“ 
Prof. Dr. med. Harald Rittger, Chefarzt der Medizinischen Klinik 1 am Klinikum Fürth, führte die Zuhörer in die Entstehung verengter Herzgefäße ein. Er erläuterte, wie sich Ablagerungen aus Fetten, Kalk und entzündlichen Bestandteilen in den Gefäßwänden bilden und den Blutfluss nach und nach einschränken. „Die koronare Herzkrankheit ist tückisch, weil sie sich lange Zeit kaum bemerkbar macht“, sagte Rittger. „Häufig sind es erst Belastungsdruck auf der Brust, Atemnot oder ein Engegefühl, die Betroffene aufhorchen lassen.“ 

Warnsignale richtig deuten 
Ein Schwerpunkt des Abends lag auf der Frage, wie Warnsignale richtig gedeutet werden. Dr. med. Andreas Hermann aus der Gemeinschaftspraxis in Zirndorf betonte, wie entscheidend frühe Diagnostik sei. „Viele Patienten kommen erst, wenn die Beschwerden massiv werden. Dabei reichen oft schon ein Belastungs-EKG, ein Herzultraschall oder moderne CT-Verfahren, um eine Engstelle sichtbar zu machen“, erklärte Hermann. Je früher die Untersuchung erfolge, desto größer seien die Chancen, einen Herzinfarkt zu verhindern.

„Verantwortung für die eigene Gesundheit“

Rittger ging auf die Möglichkeiten der Behandlung ein. Neben einer konsequenten Änderung des Lebensstils – nicht rauchen, Bewegung, stressreduzierter Alltag – stünden moderne medikamentöse Therapien und Katheterbehandlungen zur Verfügung. „Mit Stents lassen sich verengte Gefäße heute in vielen Fällen rasch und schonend wieder eröffnen“, so Rittger. Dennoch bleibe Prävention der Schlüssel: „Kein Eingriff ersetzt die Verantwortung für die eigene Gesundheit.“

Landrat Obst betonte, wie wertvoll Veranstaltungen dieser Art seien. „Wenn medizinische Expertise und Alltagserfahrungen zusammenkommen, können Menschen Mut schöpfen, sich frühzeitig untersuchen zu lassen“, sagte er.  

Vor Ort waren außerdem ein Stand der Deutschen Herzstiftung und ein Team des Gesundheitsamtes, das zum kostenlosen Blutdruckmessen eingeladen hat. 

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