Investitionen in die Zukunft: Schulcampus für Langenzenn
20.11.2025 | Landkreis Fuerth
Nachdem in den nächsten Jahren ohnehin eine Generalsanierung und Erweiterung des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums Langenzenn unumgänglich gewesen wäre und auch eine Erweiterung der Realschule notwendig wird, die am aktuellen Standort am Klaushofer Weg jedoch nicht umsetzbar ist, stellt die aktuelle Planung nun die wirtschaftlichste Lösung dar. Der Landkreis plant, das bisherige Realschulgebäude an die Stadt Langenzenn zu veräußern, die damit weiteren Raumbedarf an ihren Schulen am Klaushofer Weg abdecken kann. Die Notwendigkeit der Erweiterungen ergibt sich aus den kontinuierlich steigenden Schülerzahlen. Bis zur Realisierung der beiden neuen Schulen wird der Raumbedarf aktuell durch den Einsatz von Raummodulen gedeckt, die jedoch in der Art der Ausführung keine langfristige und dauerhafte Lösung darstellen.
Ursprünglich war neben der Generalsanierung des Gymnasiums geplant, die bisherige Realschule durch einen Neubau in der Nähe des Langenzenner Feuerwehrhauses zu ersetzen. Hier waren auch die Grundstücksverhandlungen mit der Stadt Langenzenn sehr weit fortgeschritten. Nun wurden weitere Varianten untersucht.
„Mit den Investitionen in den Schulcampus Langenzenn beweisen wir als Landkreis Fürth einmal mehr, welch hohen Stellenwert die Themen Schule und Bildung bei uns haben. Bevor man hier jedoch eine so weitreichende Entscheidung trifft, die den Landkreis über viele Jahre – auch finanziell – stark bindet, mussten alle Fakten auf den Tisch und man darf sich dabei auch trauen, getroffene Entscheidungen zu revidieren, wenn es bessere Lösungen gibt“, so Landrat Bernd Obst.
Nun sei geplant, in direkter Nachbarschaft des bisherigen Wolfgang-Borchert-Gymnasiums in den Jahren 2028 bis 2031 einen Gymnasium-Neubau zu errichten. Nach erfolgtem Umzug des Gymnasiums (zum Schuljahr 2031/32) soll das bisherige Gebäude generalsaniert werden und nach Abschluss der Arbeiten im Jahr 2034 die Staatliche Realschule Langenzenn dort einziehen. Mit dem Bezug des generalsanierten Gebäudes ergeben sich für die Realschule ganz neue Möglichkeiten – auch in Bezug auf moderne Schulmodelle, daher begrüßt auch die Schulleitung das geplante Vorgehen. Mit den beiden Schulen am Standort ist es möglich, verschiedene Synergien zu nutzen. Zum einen wird der Flächenverbrauch und die Oberflächenversiegelung (Bushalte- und Wendeflächen, Parkplätze, Wege, Hofflächen) reduziert, auch ein gemeinsames Energiekonzept soll es geben. Die Mensa kann gemeinsam genutzt werden. Als großer Vorteil wird auch angesehen, dass es eine gemeinsame Bewirtschaftung der Schulen und Sporthallen durch ein Hausmeisterteam geben wird. Noch dazu kommt, dass der Umbau nicht während des laufenden Schulbetriebs stattfinden muss. Parallel zu den Schulbauten soll die bisherige Zweifachturnhalle des Gymnasiums durch eine Dreifachturnhalle ersetzt werden und eine weitere Dreifachturnhalle entstehen. Die Hallen werden aufgrund der erwarteten Schülerzahlen notwendig.
„Bei den Planungen steht für uns die Funktionalität im Vordergrund. Auch wenn es beim Schulcampus eine klare Trennung der beiden Schularten geben wird, können wir die Synergien sehr gut nutzen“ so Landrat Bernd Obst. Langenzenns Bürgermeister Jürgen Habel begrüßt die Planungen des Landkreises. „Bereits mit der Inbetriebnahme der Realschule im Jahr 2013 hat sich der Landkreis zum Schulstandort Langenzenn bekannt. Mit den nun geplanten Investitionen würde dieser Standort weiter gestärkt werden. Als Stadt unterstützen wir die Vorhaben des Landkreises und stimmen uns eng ab, wenn es neben Grundstücksverhandlungen zum Beispiel um die Erschließung des Schulgrundstückes geht. Der Stadt ist weiterhin wichtig, dass neben den Schulen ausreichend Platz für ein zukünftiges neues Bad bleibt und die Erschließung des restlichen Gebietes gleich mitgedacht wird“, so 1. Bürgermeister Jürgen Habel.
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