Pflege braucht starke Netzwerke: Zweite Pflegekonferenz im Landkreis
09.05.2025 | News Kategorien
Gemeinsam diskutierten sie zentrale Herausforderungen und neue Wege, um die Pflege im Landkreis zukunftsfest zu gestalten.
Pflege im Wandel der Zeit
Die Themen, die die Fachwelt bewegen, sind seit Jahren dieselben – aber ihre Dringlichkeit wächst: Die Gesellschaft altert, der Bedarf an Pflege steigt, und die Zahl der verfügbaren Fachkräfte sinkt. Landrat Bernd Obst stellte in seiner Begrüßung klar: „Die demografische Entwicklung, der Fachkräftemangel sowie die steigende Zahl an Pflegebedürftigen stellen uns vor großen Herausforderungen, denen wir nur gemeinsam begegnen können.“ Die Pflegekonferenz bot dafür einen wertvollen Rahmen.
Pflegefinder Bayern vorgestellt
Ein zentraler Programmpunkt war die Vorstellung der digitalen Plattform Pflegefinder Bayern www.stmgp.bayern.de/pflege/pflegefinder/ Sie ermöglicht Angehörigen und Pflegebedürftigen, passende Angebote in der Region schnell und transparent zu finden – ein Baustein, um Orientierung zu geben und Versorgungslücken zu vermeiden. Über die Landkreisgrenzen hinweg wird so Vernetzung ermöglicht und Entscheidungshilfe geleistet. Hildegund Stenglein informierte über Planungen zum Aufbau eines Pflegestützpunkts im Landkreis Fürth. Dieser soll bis Ende 2025 realisiert werden und künftig als zentrale Anlaufstelle für alle Pflegefragen dienen. Damit soll das Beratungsangebot nochmals verbessert und gebündelt werden.
Konkrete Projekte aus dem Landkreis
Besonders greifbar wurde die Arbeit der beiden Arbeitsgruppen „Fachkräftesicherung – Digitalisierung“ und „Betreuungs- und Pflegestruktur“. Sie stellten laufende Projekte vor, darunter das neue Faltblatt SeniorenSelbstausfüller. Mit nur 15 Fragen hilft es älteren Menschen, Unterstützungsbedarfe selbst einzuschätzen. Zusätzlich enthält es Kontaktinformationen zu regionalen Hilfsangeboten. Die Verteilung erfolgt in den nächsten Wochen über Apotheken, Hausarztpraxen, die Fachstelle für pflegende Angehörige sowie Quartiersmanagerinnen.
Gemeinsam weiterdenken
Zum Abschluss der Konferenz entwickelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem Workshop konkrete Ideen zur Unterstützung der ambulanten Pflege und formulierten Empfehlungen für das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention. Landrat Bernd Obst zeigte sich beeindruckt vom Engagement aller Beteiligten: „Erneut hat sich gezeigt, wie wichtig der kontinuierliche Dialog zwischen Akteuren aus Pflege, Verwaltung und Politik ist, um die Versorgung im Landkreis nachhaltig zu stärken.“ Die GesundheitsregionPlus plant bereits die nächste Pflegekonferenz für das erste Halbjahr 2026. Die Ergebnisse aus den Workshops und Arbeitsgruppen sollen bis dahin weiterentwickelt werden – mit dem Ziel, aus Ideen echte Verbesserungen im Alltag pflegebedürftiger Menschen zu machen.
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