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Hochbauprogramm 2025 bis 2035

"Wir bauen für die Zukunft"

Im Landkreis Fürth stehen in den kommenden Jahren zahlreiche Bauprojekte an. Von der Erweiterung und Sanierung von Schulgebäuden über neue Verwaltungsgebäude bis hin zur Umsetzung moderner Energie- und Sicherheitskonzepte – das Hochbauprogramm 2025 bis 2035 ist ambitioniert und zukunftsorientiert.

Im Interview erläutert Landrat Bernd Obst, warum die Investitionen notwendig sind, wie sie finanziert werden sollen und welche Bedeutung dahinter steckt.

Herr Landrat, das Hochbauprogramm des Landkreises Fürth umfasst eine Vielzahl von Projekten – was ist das übergeordnete Ziel?

Unser Ziel ist es, die öffentliche Infrastruktur nachhaltig zu sichern und weiterzuentwickeln. Das betrifft insbesondere Schulen, Verwaltungsgebäude und technische Einrichtungen wie den Bauhof oder das Feuerwehr-Ausbildungszentrum. Wir möchten den steigenden Anforderungen an Raum, Ausstattung und Klimaschutz gerecht werden – heute und vor allem in der Zukunft.

Welche Projekte sind aus Ihrer Sicht besonders hervorzuheben? 

Ein Meilenstein ist ganz klar der Neubau des vierten Gymnasiums im Landkreis in Cadolzburg inklusive Sporthalle – ein Projekt mit einem Gesamtvolumen von rund 80 Millionen Euro. Auch die Generalsanierung des Gymnasiums Langenzenn sowie der Neubau der Realschule Langenzenn samt Turnhalle gehören zu den größten Einzelmaßnahmen. Im Verwaltungsbereich ist die Erweiterung und Wiederherstellung des Landratsamtes im Pinderpark in Zirndorf das zentrale Thema.

Bildungseinrichtungen stehen stark im Fokus – warum? 

Weil Bildung unsere wichtigste Ressource ist. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler steigt, der Raumbedarf nimmt zu, und moderne Lernformen erfordern andere Raumkonzepte. Deshalb investieren wir gezielt in Erweiterungen, Sanierungen und Raummodulanlagen – damit unsere Schulen funktional, zukunftsfähig und ein attraktiver Ort für unsere Kinder sind. 

Das alles kostet viel Geld. Wie wird das Hochbauprogramm finanziert? 

Die Netto-Belastung allein in den Jahren 2025 bis 2028 beträgt rund 93 Millionen Euro. Da viele Maßnahmen – etwa Verwaltungsgebäude – nicht förderfähig sind, erfolgt die Finanzierung größtenteils über Darlehensaufnahmen. Wir haben bewusst auf eine langfristige Finanzierungsstrategie mit planbaren Zinsen und Tilgungsraten gesetzt.

Wie wirkt sich das Bauprogramm auf die Haushalte des Landkreises aus? 

Natürlich ist das eine große Herausforderung. Wir investieren mit Weitblick und nutzen Synergien, wo es geht. Gleichzeitig behalten wir die Haushaltsdisziplin im Blick – mit klaren Prioritäten, solider Planung und einem verantwortungsvollen Umgang mit den öffentlichen Mitteln.

 

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz spielen eine immer größere Rolle – wie wird das berücksichtigt?

Das Thema ist uns sehr wichtig. Wir planen unter anderem Photovoltaikanlagen auf verschiedenen Liegenschaften, erneuern Heizungs- und Steuerungsanlagen und verbessern die Dämmung. Bewegungs- und Präsenzmelder sowie der Einsatz von Tageslicht sind ebenfalls Bestandteile unserer Maßnahmen. 

Was möchten Sie den Bürgerinnen und Bürgern abschließend mitgeben? 

Diese Investitionen sind Investitionen in unsere gemeinsame Zukunft. Sie sichern moderne Bildungsangebote, eine optimal aufgestellte Verwaltung und gute Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten. Besonders wichtig ist mir an der Stelle, Transparenz zu den Kosten und Prozessen zu schaffen sowie zeitnah darüber zu informieren – was steckt dahinter und warum sind genau diese Maßnahmen zwingend erforderlich. Das Hochbauprogramm besteht nicht nur aus Beton und Zahlen, es ist Ausdruck unseres Gestaltungswillens für einen starken, lebens- und liebenswerten Landkreis Fürth. 

Herr Landrat, vielen Dank für diese Informationen