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Wenn der Bus Vorfahrt hat: „Grüne Welle“ an der Rothenburger Straße

05.06.2026  |  Landkreis Fuerth

Mit einer digitalen Busbeschleunigung entlang der Rothenburger Straße soll die Zuverlässigkeit und Attraktivität des öffentlichen Nahverkehr im westlichen Landkreis Fürth gesteigert werden. Bei einem Pressetermin an der Haltestelle Albrecht-Dürer- Straße in Oberasbach stellte der Landkreis Fürth gemeinsam mit Projektpartnern die neue Technik vor, die auf der Buslinie 113 zum Einsatz kommt.

(v.l.n.r.)  Christopher Ködel, Vertriebsbeauftragter bei Yunex Traffic, Heike Barth, Fraktionsvorsitzende BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Tom Hesselberger, 2. Bürgermeister Stadt Zirndorf, Renate Krach, Fraktionsvorsitzende CSU, Thomas Diebenbusch, Bürgermeister Stadt Oberasbach, Thomas Zehmeister, Bürgermeister Gemeinde Großhabersdorf, Marlen Laurien, Bürgermeisterin Gemeinde Ammerndorf, Landrat Bernd Obst, Christian Schubert, Straßenmeisterei Ammerndorf, Andreas Eisgruber, Leiter Staatliches Bauamt Nürnberg, Melanie Plevka, Fraktionsvorsitzende SPD, Simon Fakher Fraktionsvorsitzender AfD

(v.l.n.r.) Christopher Ködel, Vertriebsbeauftragter bei Yunex Traffic, Heike Barth, Fraktionsvorsitzende BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Tom Hesselberger, 2. Bürgermeister Stadt Zirndorf, Renate Krach, Fraktionsvorsitzende CSU, Thomas Diebenbusch, Bürgermeister Stadt Oberasbach, Thomas Zehmeister, Bürgermeister Gemeinde Großhabersdorf, Marlen Laurien, Bürgermeisterin Gemeinde Ammerndorf, Landrat Bernd Obst, Christian Schubert, Straßenmeisterei Ammerndorf, Andreas Eisgruber, Leiter Staatliches Bauamt Nürnberg, Melanie Plevka, Fraktionsvorsitzende SPD, Simon Fakher Fraktionsvorsitzender AfD

(v.l.n.r.) Thomas Diebenbusch, Bürgermeister Stadt Oberasbach, Andreas Eisgruber, Leiter Staatliches Bauamt Nürnberg, Landrat Bernd Obst, Christopher Ködel, Vertriebsbeauftragter bei Yunex Traffic

(v.l.n.r.) Thomas Diebenbusch, Bürgermeister Stadt Oberasbach, Andreas Eisgruber, Leiter Staatliches Bauamt Nürnberg, Landrat Bernd Obst, Christopher Ködel, Vertriebsbeauftragter bei Yunex Traffic

Busse haben Vorfahrt 
Im Rahmen des Projekts wurden zwölf Lichtsignalanlagen entlang der Staatsstraße 2245 mit einer digitalen Priorisierung für Busse ausgestattet. Ziel ist es, die Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs an Ampeln bevorzugt zu behandeln, Fahrzeiten zu stabilisieren sowie Verspätungen zu reduzieren.

„Verlässliche Fahrzeiten“ 
Landrat Bernd Obst betonte die Bedeutung des Projekts für die Mobilität in der Region: „Ein attraktiver öffentlicher Nahverkehr braucht verlässliche Fahrzeiten. Mit der digitalen Busbeschleunigung schaffen wir die Voraussetzungen, damit Busse auf einer der wichtigsten Verkehrsachsen im Landkreis künftig pünktlich unterwegs sein können.“ 

Rothenburger Straße als zentrale Verkehrsader 
Die Rothenburger Straße zählt zu den am stärksten frequentierten Verkehrsverbindungen im Landkreis Fürth. Neben dem hohen Individualverkehr spielt sie eine zentrale Rolle für den Busverkehr zwischen Nürnberg, Oberasbach, Zirndorf und den westlichen Landkreisgemeinden. Vor dem Hintergrund des Ausbaus des U-Bahnhofs Gebersdorf und der damit verbundenen Verbesserungen im ÖPNV gewinnt eine zuverlässige Anbindung durch Buslinien an Bedeutung.

Optimierter Verkehrsfluss 
Technisch basiert das System auf einer sogenannten hybriden Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation. Dabei können Busse ihre Position und ihren Fahrweg sowohl direkt an die Ampelanlagen als auch über mobile Datenverbindungen an einen zentralen Verkehrsrechner übermitteln, der die Verkehrssteuerung übernimmt. Nähert sich ein Bus einer Kreuzung, wird die Ampelschaltung entsprechend angepasst. Dadurch lassen sich unnötige Wartezeiten reduzieren und der Verkehrsfluss verbessern.

Die Technik mit den zwei genannten, voneinander unabhängigen Kommunikationswegen sorgt für eine hohe Ausfallsicherheit. Gleichzeitig basiert die Lösung auf standardisierten Verfahren, die europaweit im Bereich intelligenter Verkehrssysteme eingesetzt werden.

Vorteile für Fahrgäste 
Von der Maßnahme profitieren nach Einschätzung der Projektbeteiligten vor allem die Fahrgäste. Erwartet werden Pünktlichkeit, ein gleichmäßiger Betriebsablauf und ein gesteigerter Fahrkomfort. Darüber hinaus lassen sich durch weniger Brems- und Anfahrvorgänge Kraftstoffverbrauch und Emissionen reduzieren.

Starke Partner bei Umsetzung 
An der Umsetzung beteiligt waren neben dem Landkreis Fürth, das Staatliche Bauamt Nürnberg, Yunex Traffic, das Verkehrsunternehmen Schmetterling sowie 
weitere Partner aus dem Bereich der Verkehrssteuerung und Infrastruktur.

Während des Termins konnten die Gäste die Funktionsweise der digitalen Busbeschleunigung direkt an einer Lichtsignalanlage nachvollziehen. Dabei wurde demonstriert, wie die Kommunikation zwischen Bus und Ampelsteuerung erfolgt und welche Auswirkungen das auf den Verkehrsablauf haben kann.

„Klimafreundliches Mobilitätsangebot“ 
Mit dem Projekt setzt der Landkreis Fürth einen weiteren Baustein zur Stärkung des 
öffentlichen Nahverkehrs um. Die digitale Busbeschleunigung soll dazu beitragen, 
die Zuverlässigkeit des Busverkehrs zu steigern und klimafreundliche 
Mobilitätsangebote attraktiv zu machen”, fasste der Landrat zusammen.  

Ampelphasenassistent:
Hier wird in der Signal2X-App dem Individualverkehr die aktuelle Signalphase der Lichtsignalanlage und die Dauer dieser Phase angezeigt. Hierdurch werden ebenso Brems- und Anfahrvorgänge minimiert und der Kraftstoffverbrauch sowie Emissionen reduziert.