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Ehrenamt im Naturschutz: Drei neue Naturschutzwächter

23.06.2026  |  News Kategorien

Es beginnt oft mit einem freundlichen Gespräch am Weg. Ein Hund läuft frei durch ein sensibles Gebiet, ein Radfahrer nutzt einen Pfad, der nicht befahren werden darf. In solchen Momenten ist im Landkreis Fürth die Naturschutzwacht gefragt. Drei neue Ehrenamtliche haben nun offiziell ihre Urkunden erhalten: Silke Dörrstein, Monika Sauer und Klaus Falkner wurden von Landrat Bernd Obst offiziell bestellt.

Die neu ernannten Naturschutzwächter zeigen Ihre Urkunde in die Kamera

Landrat Bernd Obst überreichte die Urkunden an die drei neuen ehrenamtlichen Naturschutzwächter im Landkreis Fürth. Foto: Roland Beck

Sensibilisierung für die Natur 
Die Naturschutzwacht unterstützt die untere Naturschutzbehörde und ist draußen in der Landschaft unterwegs. Ihre Aufgabe besteht nicht nur darin, auf Verstöße gegen Naturschutzgesetze hinzuweisen. Mindestens ebenso wichtig ist es zu erklären, warum bestimmte Bereiche geschützt sind, weshalb Hunde angeleint werden müssen, oder warum Tiere während der Brutzeit besondere Ruhe brauchen. In Bayern sind die Naturschutzwächterinnen und -wächter ehrenamtliche Mitglieder der unteren Naturschutzbehörden. Sie informieren vor Ort, werben um Verständnis und achten darauf, dass Naturschutzgesetze eingehalten werden.

Landrat Bernd Obst überreichte die Urkunden im Landratsamt und gratulierte den neuen Naturschutzwächterinnen und -wächter. Das Ehrenamt gilt mit Wirkung vom 15.6.2026 bis zum 30.6.2031. „Ich freue mich, dass wir wieder drei frisch gebackene ehrenamtliche Naturschutzwächter im Landkreis Fürth haben“, sagte Obst.

Vom Mitlaufen zur eigenen Aufgabe 
Bevor die neuen Naturschutzwächterinnen und der Wächter eigenständig unterwegs sind, haben sie bereits Erfahrungen an der Seite erfahrener Kollegen gesammelt. Genau diese Phase wurde bei der Urkundenübergabe als besonders wertvoll beschrieben. Denn Naturschutzwächter zu sein, bedeutet nicht nur Fachwissen, sondern auch Fingerspitzengefühl. Wer Menschen im Gelände anspricht, trifft auf ganz unterschiedliche Reaktionen. 
Gerade deshalb kommt es auf eine ruhige und menschliche Ansprache an. Die Naturschutzwächter sind eine wichtige Schnittstelle zwischen Verwaltung und Bürgern. Sie sollen aufklären, vermitteln und im Zweifel auch einschreiten. Im Landkreis Fürth geht es dabei insbesondere um das Naturschutzgebiet Hainberg, empfindliche Lebensräume, seltene Tiere, die Vermeidung von Störungen während der Brutzeit und den richtigen Umgang mit Natur und Landschaft.