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Gemeinsam für den Bildungserfolg

09.09.2026  |  Landkreis Fuerth

Neues Unterstützungsangebot stärkt Grundschulkinder mit erhöhtem sozial-emotionalem Förderbedarf

Logo AID

Mit dem Modellprojekt AIDplus-Klasse – AID steht für „Ankommen, Integrieren und Durchstarten“ entsteht an der Grundschule Oberasbach-Altenberg ein zeitlich befristetes Unterstützungsangebot für Grundschulkinder aus dem Landkreis Fürth mit deutlich erhöhtem Förderbedarf im sozial-emotionalen Bereich. Die Lerngruppe trägt den Namen „Sonnenschein-Klasse“.

Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative des Staatlichen Schulamts und des Jugendamts im Landkreises Fürth. Ziel ist es, Kinder individuell zu stabilisieren, ihre Teilhabe am schulischen Leben zu stärken und eine erfolgreiche Rückkehr in ihre Stammklasse vorzubereiten. Sollte dies im Einzelfall nicht unmittelbar möglich sein, wird gemeinsam nach einem geeigneten weiteren Lern- und Förderort gesucht. Die Modellklasse startet mit dem Schuljahr 2026/27 an der Grundschule Oberasbach-Altenberg.  

Multiprofessionelle Förderung 
Die jahrgangsgemischte Klasse für Kinder der 1. bis 3. Jahrgangsstufe startet zunächst mit bis zu sechs Kindern. Ab Januar 2027 kann sie um bis zu zwei Kinder erweitert werden. Die Förderung ist in der Regel auf ein Schulhalbjahr angelegt und kann je nach Bedarf sechs bis zwölf Monate dauern. Lehrkräfte, sonderpädagogische und sozialpädagogische Fachkräfte sowie Erziehungskräfte arbeiten eng zusammen. Der erhöhte Personaleinsatz ermöglicht eine individuelle Gestaltung des Unterrichts, verlässliche Beziehungsangebote und eine unmittelbare Unterstützung in Lern- und Krisensituationen.

Der Schulalltag verbindet fachliches Lernen mit sozial-emotionaler Förderung sowie gemeinsamen Mahlzeiten. Ein fester erlebnispädagogischer Tag pro Woche bietet den Kindern die Möglichkeit, Fähigkeiten wie Kooperation, Kommunikation, Frustrationstoleranz und Konfliktfähigkeit praktisch zu erproben.

Die pädagogische Arbeit orientiert sich am Ansatz der Neuen Autorität. Im Mittelpunkt stehen Präsenz, Beziehung, klare Strukturen und lösungsorientierte Wiedergutmachung. Die Kinder werden darin unterstützt, eigene Stärken wahrzunehmen, Verantwortung zu übernehmen und Strategien zur Emotionsregulation zu entwickeln.

Eltern und Stammschulen als wichtige Partner 
Eine verbindliche Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Familien ist ein zentraler Bestandteil des Projekts. Regelmäßige Beratungsgespräche, Elternabende und gemeinsame Aktivitäten fördern den kontinuierlichen Austausch zwischen Eltern, Schule und Jugendhilfe.  

Eine begleitende Evaluation untersucht die Entwicklung der Kinder während und nach der Maßnahme. Die Ergebnisse sollen zur Weiterentwicklung und Verstetigung des Angebots beitragen.

Kontakt: 
Staatliches Schulamt im Landkreis Fürth 
Dienstsitz: Stresemannplatz 11, 90763 Fürth 
Dr. Wilfried Brehm, Schulamtsdirektor 
Tel.: 0911-9773 1755 
https://www.schulaemter-fuerth.de/ 

Jugendamt des Landkreises Fürth 
Dienstsitz: Stresemannplatz 11, 90763 Fürth 
Tel.: 0911-9773 1758 
https://www.landkreis-fuerth.de/