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Landkreis Fürth zeichnet innovative Projekte aus

02.07.2025  |  Nachhaltiger Landkreis

Nachhaltigkeitspreis 2025: Ausgezeichnete Initiativen für Klimaschutz und soziale Verantwortung

Gemeinsames Gruppenbild der Preisträger
Gruppenfoto des Gymnasium Steins mit dem Nachhaltigkeitspreis
Gruppenfoto der  Dillenberg Schule mit dem Nachhaltigkeitspreis
Gruppenfoto der Brandstätter Group mit dem Nachhaltigkeitspreis
Gruppenfoto der Veitsbronner Tafel mit dem Nachhaltigkeitspreis

Der Landkreis Fürth hat zum zweiten Mal den Nachhaltigkeitspreis verliehen. Bei einer feierlichen Veranstaltung wurden vier herausragende Projekte ausgezeichnet, die sich für Klimaschutz und soziale Verantwortung einsetzen. Der Hauptpreis in Höhe von 1.500 Euro ging an das Gymnasium Stein für sein Projekt „Klimaschule Gymnasium Stein“. Die weiteren Preisträger erhielten jeweils 500 Euro.

Die Jury war beeindruckt von den zahlreichen Einsendungen. Sie bestand aus Landrat Bernd Obst, Patrick Peschke, stellvertretender Abteilungsleiter & Nachhaltigkeitsbeauftragter der Sparkasse Fürth, Dr. Maike Müller Klier, 
Geschäftsstellenleiterin IHK Fürth, Andreas Eichenseher, Geschäftsführer des Fonds für Klimaschutz und Nachhaltige Entwicklung der Europäischen Metropolregion Nürnberg sowie Julia Stanger vom Zentrum für nachhaltige Kommunalentwicklung in Bayern. 
Nach eingehender Bewertung und Auswahl der vier Siegerprojekte freuten sich die Gewinnerinnen und Gewinner bei einer gelungenen Veranstaltung über ihre Preise.  

Erster Preis für die „Klimaschule Gymnasium Stein“ 

Das Gymnasium Stein ging als Sieger des Nachhaltigkeitswettbewerbs hervor und erhielt den Nachhaltigkeitspreis für das herausragendes Projekt „Klimaschule Gymnasium Stein“. Das Ziel des Projekts ist es, Nachhaltigkeit und Klimaschutz stärker ins Schulleben zu integrieren und die Schülerinnen und Schüler für diese wichtigen Themen zu sensibilisieren. Im Frühjahr 2023 beschloss die Lehrerkonferenz, den Weg zur Klimaschule einzuschlagen. Ein Projektteam aus Lehrkräften, Eltern und Schülerinnen und Schülern ermittelte den CO₂-Fußabdruck der Schule, organisierte eine Auftaktveranstaltung und erarbeitete einen Klimaschutzplan. Dieser wurde im Februar 2024 vorgestellt und im April 2024 vom Schulforum beschlossen. Ziel ist die Zertifizierung als „Klimaschule Silber“ bis Dezember 2025. Das Projekt umfasst Workshops, Quiz und Filmvorführungen für die Schüler sowie die Zusammenarbeit mit externen Partnern wie der Regionalförderung, Faber-Castell und der Stadt Stein. Das Gymnasium plant, den Klimaschutz dauerhaft im Schulalltag zu verankern und alle 2-3 Jahre den CO₂-Fußabdruck zu erneuern.

„Die schnelle Umsetzung der passenden Maßnahmen zur Erreichung der Zertifizierung ist nicht nur bemerkenswert, sondern auch wegweisend.“, sagte der Landrat bei der Übergabe des mit 1.500 Euro dotierten Preises an Schulleiter Nikolaus Groß sowie die projektleitende Lehrkraft Caroline Schweimer, die mit weiteren Beteiligten und einigen ihrer Schülerinnen und Schülern bei der Preisverleihung anwesend waren.  

Weitere Preisträger  

Die weiteren Preisträger sind die Tafel Veitsbronn, die eine Photovoltaikanlage zur umweltfreundlichen Energiegewinnung auf den Dächern des Veitsbades installiert hat, sowie die Dillenberg-Schule Cadolzburg, die ein neues Klassenmodell zur Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen eingeführt hat. Außerdem erhielt die Horst Brandstätter Group Anerkennung für die Umstellung auf biobasierte Kunststoffe bei der Produktmarke Playmobil Junior und die Schaffung eines Bienenerlebnispfades im Playmobil-Funpark. 

Tafel Veitsbronn 

Im Rahmen des Projekts wurde eine 68 kW starke Photovoltaikanlage auf dem Dach des Veitsbads installiert. Diese umweltfreundliche Maßnahme zielt darauf ab, nachhaltige Energie zu gewinnen und die ökologische Entwicklung der Gemeinde Veitsbronn zu unterstützen. Die Erlöse aus der Energiegewinnung fließen in gemeinnützige Projekte, insbesondere in die Finanzierung von Schwimmkursen für bedürftige Familien. Damit verbindet die Tafel nicht nur ökologische Nachhaltigkeit, sondern auch soziales Engagement und Fürsorge für die Bevölkerung.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist der bevorstehende Vertrag zwischen der Tafel Veitsbronn und der Gemeinde, der dazu beitragen wird, die Stromkosten im Veitsbad nachhaltig zu senken. Dies wird nicht nur die finanzielle Belastung der Gemeinde reduzieren, sondern auch die langfristige Nutzung des Freibads für alle Bürgerinnen und Bürger sichern.

Dillenberg-Schule Cadolzburg:  

Im Rahmen der Auszeichnung wurde das neu eingeführte Klassenmodell der Stütz- und Förderklasse (SFK) in den Jahrgangsstufen 7 und 8 hervorgehoben. Neben klassischen Lerninhalten liegt der Fokus auf der emotionalen und sozialen Entwicklung der Schülerinnen und Schüler. Dazu wurden bestehende Konzepte weiterentwickelt und neue Maßnahmen implementiert, u.a. eine Schulsanitätsklasse, in der Erste-Hilfe-Kurse absolviert werden, die „Heldenpause“, bei der die Schüler der SFK einmal wöchentlich ihren Mitschülerinnen und Mitschülern die Grundsätze der Herz-Lungen-Wiederbelebung beibringen sowie die Kooperation der Schule mit der Tafel, bei der 
die Schüler einmal wöchentlich Praktika absolvieren. Neu in der Kooperation ist das Engagement mit einem Seniorenheim, bei dem die Jugendlichen regelmäßig gemeinsam Plätzchen backen, Brettspiele spielen und Weihnachtsbäume dekorieren.  

Horst Brandstätter Group:  

Für die Umstellung der Spielsets von Playmobil Junior auf biobasierte Kunststoffe (mindestens 90 Prozent aus Reststoffen der Lebensmittel- oder Papierherstellung) sowie die Schaffung eines Bienenerlebnispfades im Playmobil Funpark erhielt die Horst Brandstätter Group ihre Auszeichnung. Der Pfad informiert über die Bedeutung der Bienen, fördert den Schutz der Artenvielfalt und beinhaltet Beobachtungshäuser, bienenfreundliche Pflanzen und Honigverkauf. Ziel ist es, Kinder für nachhaltiges Handeln zu sensibilisieren und die Bienenpopulation zu fördern. In Zusammenarbeit mit der Organisation Beefuture wird die Anzahl der Bienenstöcke bis April 2025 von 
fünf auf insgesamt 15 erhöht.

„Diese Projekte zeigen, wie wichtig es ist, Nachhaltigkeit in verschiedenen Lebensbereichen zu verankern“, so der Landrat „Wir müssen gemeinsam Verantwortung übernehmen und innovative Lösungen finden, um unsere Umwelt zu schützen und soziale Gerechtigkeit zu fördern.“ so Landrat Bernd Obst bei seinem Abschluss Plädoyer. Er dankte zudem der Sparkasse Fürth, insbesondere dem Nachhaltigkeitsbeauftragten Patrick Peschke, die den Nachhaltigkeitspreis ermöglicht hat. Der attraktive Pokal stammt aus der Werkstatt des Fablabs in Veitsbronn.

Kontakt: 

Monika Hübner 
Regional- und Wirtschaftsförderung 
Koordinationsstelle Nachhaltigkeit 
E-Mail:
Tel.: (0911) 9773 – 1033